Das Collegium Beatus Rhenanus (CBR) ist ein Forschungs- und Lehrverbund der Altertumswissenschaften. In der Nachfolge der humanistischen Tradition am Oberrhein vereint er das Forschungsvermögen der französischen, deutschen und schweizer Universitäten der Region (Mitglieder). 

Geschichte

Im Collegium Beatus Rhenanus haben sich altertumswissenschaftliche Institute der oberrheinischen Universitäten Basel, Freiburg i.Br., Mulhouse und Strasbourg zu einem Forschungs- und Lehrverbund zusammengeschlossen. Das CBR wurde durch eine Vereinbarung am 27. November 1997 im Rahmen von EUCOR, des Zusammenschlusses der oberrheinischen Universitäten, gegründet, die 2007 erneuert wurde. Seit 2008 gehören alle altertumswissenschaftlichen Institute der oberrheinischen Universitäten dem CBR an. Präsident ist derzeit Prof. Dr. Eckhard Wirbelauer, Straßburg. 

Namenspatron ist der Humanist Beatus Rhenanus (1485-1547), der sinnbildlich für die geistige Einheit des Oberrheins stehen kann. Geboren in Schlettstadt/Sélestat 1485, studiert Beatus Rhenanus die alten Sprachen in Basel, Strasbourg und Paris, knüpft Beziehungen zu grossen Humanisten und widmet sich anschliessend dem Editionswerk vieler antiker, vornehmlich lateinischer Autoren in Basel. Er verbringt seine zwanzig letzten Lebensjahre in Sélestat, verfasst dort seine "Res germanicae", einem Monumentalwerk über die Geschichte Germaniens von den Ursprüngen bis ins 11. Jahrhundert, und hinterlässt bei seinem Tod 1547 die "humanistische Bibliothek", welche noch heute an ihn erinnert.

Ziele

- ständiger grenzüberschreitender Austausch zwischen den Wissenschaftlern (Newsletter)
- Durchführung gemeinsamer Forschungsprogramme (Projekte) und Veröffentlichung der Ergebnisse (Publikationen)
- Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses mittels einer Vielzahl an Lehrveranstaltungen in allen altertumswissenschaftlichen Disziplinen und Feldern, Offenheit gegenüber anderen universitären und wissenschaftlichen Traditionen, besonders im zweisprachigen Trinationalen Master (TMA)

Organisation

Die Mitglieder treffen sich zu einer alljährlichen Generalversammlung (Protokoll JV 2012), in der über die Aktivitäten des Verbands berichtet wird. 
Das Präsidium wird im Wechsel jeweils von einem Angehörigen der vier Universitäten wahrgenommen (Kontakt).