Weltbilder – Konzepte von Raum und Zeit

Die Auffassungen von den Ordnungsprinzipien Zeit und Raum sind in allen Kulturen unterschiedlich ausgebildet. Während die den Menschen umgebende Landschaft Anhaltspunkte zur Orientierung im Raum bietet, gibt der Wechsel von hell und dunkel ein erstes Gefühl eines Wandels bevor am Himmel Phänomene erblickt werden, die sich ebenfalls verändern und dabei immer wiederkehren und so ein Gefühl von Zeitabläufen hervorrufen. Die Landschaften unterscheiden sich, wodurch dem Orientierungssinn des Menschen verschiedene Punkte geboten werden. Die Beobachtung des Himmels erlaubt dagegen die universale, für alle Kulturen gleiche Möglichkeit der Orientierung. Das sich ausbildende Messen der Zeit ist jedoch kulturspezifisch. Im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Forschungs­verbundes der oberrheinischen Universitäten CBR wollen wir die kulturspezifischen Ausprägungen von Raum- und Zeitvorstellungen zum einen interdisziplinär untersuchen. Dabei wird insbesondere die Rolle der Auffassungen von Raum und Zeit und deren Wechselbeziehungen in verschiedenen Kulturen des Altertums bei der Schaffung sozial verbindlicher Weltbilder in den Blick genommen. Zum anderen gilt es, für Kulturen, deren Vorstellungen und Weltbilder vor der durch Isaac Newton veränderten Weltsicht entstanden, eine transdisziplinäre Theorie- und Methodenplattform zu entwickeln. Für weitere Informationen steht Astrid Möller (Astrid.Moeller@geschichte.uni-freiburg.de) gerne zur Verfügung.